Anna E. Frank
»Ars Moriendi«
Erzählungen
Das Buch:
"Das Herz, es schlägt so laut, so fordernd, als poche jemand an die Türe. Dabei steht sie offen. Die Gestalt, sie lehnt im Türrahmen, bewegt sich nicht. Er ist es. Er schaut zu ihr herüber, schon eine ganze Weile. Gleichgültig ist der Ausdruck seines Gesichtes. Er ist gekommen, um sie abzuholen. Aber er ist nicht ungeduldig, lässt ihr Zeit. Nur gehen wird er nicht mehr."

In acht Kurzgeschichten erforscht Anna E. Frank einen Bereich, in den nur wenige Autoren tiefer eindringen: Sie erzählt vom Sterben, wie es sich hier und jetzt - mitten unter uns und dennoch meist unsichtbar - tagtäglich vollzieht. Tragisch, friedlich, grotesk oder erhaben. "Industriell" abgewickelt oder zutiefst eigenverantwortlich und persönlich. Sie erzählt von unserem Tod und zeigt uns dabei vor allem eines: unser Leben.
Anna E. Frank
Die Autorin:
Anna Elisabeth Frank, geboren 1953, verheiratet und Mutter von vier erwachsenen Töchtern, arbeitet seit vierzig Jahren als Krankenschwester an verschiedenen Kliniken. Nach und nach begannen die vielen Menschen, deren Sterben sie im Laufe ihres Berufslebens begleitet hat, auch in ihren Erzählungen eine immer wichtigere Rolle zu spielen. Im Vordergrund steht dabei für sie immer die seelische Seite der Krankheiten und des Krankseins. 

Pressestimmen:
"Anna Frank erzählt vom Tod und zeigt dabei unser Leben in seinen Facetten. (...) Sie ist eine einfühlsame Beobachterin, die sich ohne Schnörkel und Pathos ihren Protagonisten und ihrem Schicksal nähert. Das Erstaunliche dabei: Egal, ob einzeln gelesen oder in einem Rutsch verschlungen, ihr Buch ist keineswegs tieftraurig. Der Leser ertappt sich beim Schmunzeln über so manche überraschende Wendung, wohl wissend, dass jede einzelne Geschichte mit dem Tod enden wird."  (Tanja Staimer, Donaukurier, 16. Januar 2014)
Erschienen: Oktober 2013
176 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-944839-00-4
€ 17,90